Buchtipp: “Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster” von Susann Pásztor

Fred, alleinerziehender Vater eines 13jährigen Sohnes und eher verunsichert vom Leben, trifft bei seinem ersten Einsatz als ehrenamtlicher Sterbebegleiter ausgerechnet auf die störrische und unzugängliche Karla. Nichts läuft bei der todkranken 60jährigen mit Hippie-Vergangenheit so, wie Fred sich das vorher ausgemalt hat. Trotzdem bietet er beharrlich weiter seine Hilfe an und versucht, für Karla da zu sein. Er findet Verbündete unter Karlas Nachbarn und bei seinem Sohn Phil. Doch dann führt Freds übereifriges und voreiliges Verhalten zum Bruch mit Karla, der es immer schlechter geht. Fred zieht sich zurück. Am Ende wird zwar nicht alles gut, aber Fred kann doch noch für Karla das Fenster öffnen, und er hat einen neuen Zugang zum Leben gefunden.

Trotz des schweren Themas Sterbebegleitung und Tod ist der Roman wunderschön. Das liegt vor allem an der leichten und einfühlsamen Schreibweise von Susann Pásztor. Die Protagonisten sind mir beim Lesen sehr ans Herz gewachsen, auch weil sie so ehrlich mit sich selbst sind und sich trotz ihrer kleinen Fehler und Schwächen dem Leben – und dem Sterben – so mutig wie selbstverständlich stellen.

Wenn Sie wissen möchten, ob das Buch in der Bibliothek verfügbar ist, klicken Sie bitte hier.

 

 

 

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