Schlagwort-Archive: Tiere

Buchtipp des Monats: “Saturday Night Biber” von Anja Rützel

Anja Rützel liebt Tiere – große und kleine, niedliche und weniger niedliche, eben die ganze Bandbreite, die die Natur so bietet. Und sie ist abenteuerlustig genug, um sich als Journalistin  auch auf eher ungewöhnliche Themen und Experimente einzulassen. Deshalb kann man in dem Buch “Saturday Night Biber” darüber lesen, wie sie versucht, Hirsche zu füttern, Schaben zu halten, Alpakas zu bändigen, mit Kühen zu kuscheln, einen Falken zu präparieren, Freundschaft mit einem Ameisenbären zu schließen oder flauschigen Kaninchen beim Hindernisspringen zuzuschauen. Von diesen teilweise skurrilen Erlebnissen erzählt sie sehr witzig, mit einer guten Portion Selbstironie und vor allem mit viel Liebe zu den jeweiligen Protagonisten der Stories. Mich haben die Geschichten immer wieder zum Lachen gebracht und dazu, mal nachzuforschen ob es Kühekuscheln tatsächlich gibt, wie ein Ameisenbär genau aussieht oder was unter Kunst mit Tierpräparaten zu verstehen ist.

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Buchtipp des Monats: “Gray” von Leonie Swann

Dr. Augustus Huff, seines Zeichens Dozent für Anthropologie an der Universität Cambridge und leicht zwanghaft, wird gegen seinen Willen vorübergehend Halter des sehr klugen und äußerst gesprächigen Graupapageis Gray. Dessen eigentlicher Besitzer Elliot, einer von Huffs Studenten, ist beim nächtlichen Fassadenklettern zu Tode gestürzt. Weil Augustus Huff nicht ausschließen kann, dass es sich bei dem vermeintlichen Unglücksfall in Wirklichkeit um einen Mord handelt, beginnt er nachzuforschen – was mit einem vorlauten Papagei auf der Schulter nicht ganz einfach ist. Aber die beiden raufen sich zusammen und bilden ein gutes Team, sodass der Todesfall aufgeklärt werden kann.

Ich hatte viel Spass beim Lesen des Romans, was den beiden Hauptfiguren zu verdanken ist. Augustus Huff ist sympathisch und auch ein bisschen schrullig. Gray wird glücklicherweise nicht vermenschlicht, aber seine aufgeschnappten Worte oder Sätze werden wie Kommentare und Hinweise eingesetzt und bringen die Handlung voran.

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Buchtipp: “Engelspfade” von Alic Peterson

Der Titel des Buches klingt ja schon ein bisschen kitschig und lässt in Verbindung mit dem Cover eher einen esoterisch angehauchten Liebesroman vermuten. Statt dessen blättert sich die Geschichte von Cassandra auf, die mit Anfang 20 nach einem Autounfall querschnittsgelähmt und deshalb für den Rest ihres Lebens auf den Rollstuhl angewiesen ist. Nach dem Unfall zieht sie sich zunächst von allem zurück und hadert sehr mit ihrem Schicksal. Erst als sie den Golden Retriever Ticket kennen lernt, der zum Helferhund ausgebildet wurde und ihr von nun an zur Seite steht, bekommt sie wieder genügend Lebensmut und Selbstvertrauen, um einen – betreuten – Skiurlaub zu buchen. Dort lernt sie Charlie kennen, charmant, gut aussehend und ihr persönlicher Betreuer …

Cass’ Leben im Rollstuhl wird ziemlich klar und schonungslos beschrieben. Probleme und Schwierigkeiten des Alltags, die man sich als gehfähiger Mensch zum Teil gar nicht  so vorstellen kann, kommen sehr deutlich zur Sprache. Aber auch die persönliche Entwicklung von Cass, von abgrundtiefer Verzweiflung bis hin zu neuem Lebensmut und einem eigenständigen Leben, lesen sich sehr lebensnah. Und als kleines Schmankerl ist da auch noch eine schöne Liebesgeschichte. Mein Fazit also: ein rundum gelungenes Buch.

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Buchtipp: “Warten auf Doggo” von Mark B. Mills

doggo“Hässlich kann liebenswert sein” – dieser Satz taucht erst kurz vor dem Ende des Buches auf, aber er beschreibt die Geschichte ganz gut: Der Werbetexter Daniel wurde von seiner Freundin Clara verlassen und bleibt – todunglücklich – mit dem überaus hässlichen Hund Doggo zurück. Der zunächst ungeliebte Straßenköter bringt Dans Alltag ziemlich durcheinander. Aber die beiden freunden sich allmählich an, und bald ist Doggo aus Dans Leben nicht mehr wegzudenken. Er begleitet ihn sogar zur Arbeit, wird schnell zum Liebling der hippen Werbeagentur und hilft Dan, sich wieder zu berappeln und sich neu aufzustellen. Mit Doggos Hilfe kommt er auch seiner neuen Kollegin Edie näher, die ihm besser gefällt, als er zugeben mag … Humorvoll beschreibt der Autor, wie Dan seinem Leben eine neue Richtung gibt und lernt, was wirklich zählt.

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Buchtipp: “50 Tiere, die unsere Welt veränderten” von Eric Chaline

50TiereIn diesem interessanten und unterhaltsamen Sachbuch werden auf jeweils 4 bis 6 Seiten Tiere porträtiert, die die menschliche Zivilisation entscheidend mitgeprägt haben. Zum Beispiel die Honigbiene, die für die Bestäubung von Nutzpflanzen äußerst wichtig ist und auch noch Honig produziert. Zum Beispiel das Hauspferd, das als Transport- und Reittier und zeitweise auch als Statussymbol eine bedeutende Rolle spielte. Zum Beispiel der Regenwurm, der die Durchlüftung und Fruchtbarkeit unserer Böden verbessert und dadurch die Landwirtschaft positiv beeinflusst. Für die Kategorien Nahrung, Medizin, Wirtschaft/Handel und Geschichte/Kultur gibt es noch viele weitere Beispiele, wie Hauskatze, Wanderfalke, Seidenspinner, Brillenschlange, Karpfen, Blutegel … Herusgekommen ist ein gut lesbares, durch viele Abbildungen aufgelockertes Buch, mit dessen Häppchen-Informationen man bestimmt auch gut beim Smalltalk punkten kann 😉

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Buchtipp: “Unbändige Liebe” von Jennifer S. Holland

Im Dezember 2013 hatte ich den wunderschönen kleinen Bildband “Ungleiche Freunde” von der selben Autorin vorgestellt. Nun liegt ein Nachfolgeband auf meinem Tisch, den ich den Lesern dieses Blogs nicht vorenthalten möchte: “Unbändige Liebe – Neue wundersame Geschichten aus dem Tierreich”.

unbändigWieder werden ungewöhnliche und anrührende Freundschaften zwischen Tieren über alle Artengrenzen hinweg beschrieben – und dieses Mal sind auch einige besondere Freundschaften zwischen Menschen und Tieren dabei. Beispiele? Aber klar doch: Ein Pitbull lässt sich von einer Königsboa umwickeln; ein streunender Kater nimmt Kontakt zu einem Delfin auf; eine Dalmatiner-Hündin kümmert sich um ein schwarz-weiß geflecktes (!), von seiner Mutter verlassenes Lamm;  ein Fuchsjunges wählt einen erwachsenen Jagdhund zum Spielgefährten; eine Studentin zieht ein einem Wildlife Center ein verletztes Elchkalb groß. Sogar die Geschichte des schwarzen Schwans vom Münsteraner Aasee,  der sich in ein weißes Schwanenboot aus Plastik verguckt hat, ist in dem Band enthalten 🙂 Wie im Vorgängeband werden die Freundschaften, ihre Hintergründe und ihr Verlauf  sachlich, aber liebevoll geschildert und mit wunderbaren Fotos bebildert.

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