Archiv der Kategorie: Wir empfehlen

Büchertrödel für Schnäppchenjäger

Sie warten schon sehnsüchtig auf den nächsten Büchermarkt, um sich mit Lesestoff zum kleinen Preis einzudecken und nebenbei das ein oder andere Schnäppchen zu ergattern? Ab sofort bieten wir auch zwischen den beliebten Büchermarkt-Terminen einen kleinen “Büchertrödel” an. In der Sachbuchabteilung im 2. OG finden Sie ein voll gepacktes Regal mit ausgesonderten Medien aus dem Bibliotheksbestand, an dem SIe sich gegen eine kleine Spende an unseren Förderverein bedienen können.

Die Einnahmen aus der Spendenbüchse kommen der Bibliothek wieder zugute, denn der Förderverein unterstützt die Bibliothek bei vielen Medienaktionen. So kann die Kinder- und Jugendbibliothek regelmäßig ihren Bestand an Erstlese- und Bilderbüchern erweitern. In der Erwachsenenbibliothek wurde zum Beispiel der Kauf neuer Ruhrgebietsführer finanziell unterstützt.

Unser Büchertrödel im 2. OG der Stadtbibliothek

PS: Im Büchertrödel finden Sie immer nur einen kleinen Teil unserer ausgesonderten Medien. Für die ganz große Auswahl empfehlen wir Ihnen den Besuch des nächsten großen Büchermarkts in der Glashausrotunde, der am 7. und 8. Dezember 2018 stattfindet.

Buchtipp des Monats: “Fever” von Deon Meyer

Südafrika in einer nahen Zukunft: nach einer weltweiten, überwiegend tödlich verlaufenden Fieberepidemie ist das Land nahezu menschenleer und zerstört. Der 13jährige Nico und sein Vater Willem suchen nach anderen Überlebenden, um eine neue Siedlung gründen zu können, die auf humanen Prinzipien beruhen soll – Amanzi. Nach und nach finden sich neue Bewohner in Amanzi ein. Unter der Führung von Willem und einigen anderen wächst die Siedlung stetig und erfolgreich. Doch schon bald müssen die Siedler mit Problemen von innen (Hunger und Intrigen) und außen (Angriffe durch kriminelle Banden) kämpfen.

Der spannend und unterhaltsam erzählte Endzeit-Roman schildert realistisch den Neuaufbau einer Gesellschaft und die damit verbundenen Schwierigkeiten. Am Ende der Geschichte werden auch die Ursachen der Epidemie aufgedeckt, und das geschilderte Szenario scheint mir leider nicht komplett unrealistisch …

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Mobile Nutzung des Online-Katalogs ohne App

Viele Leser sprechen uns in den letzten Tagen an, weil die im Google PlayStore angebotene WebOpac-App ist nicht mehr funktioniert. Der Grund dafür liegt in der Abschaltung unseres alten Katalogs, welche wir bereits seit Anfang März angekündigt hatten.

Dies ist uns bewusst und wir suchen daher gemeinsam mit den anderen Bibliotheken im Kreis Recklinghausen nach einer anderen, für alle bezahlbaren App-Lösung.

Bis dahin kann aber auch der neue Katalog https://bib-kreisre.de mit mobilen Geräten aufgerufen werden. Sowohl die Recherche im Bestand als auch die Kontoabfrage und Verlängerung sind somit weiterhin am Smartphone oder Tablet möglich – und das ganz ohne eine App.

Bequemer Aufruf durch Schnellzugriff

Um den Zugriff dabei etwas bequemer zu machen, können Sie sich den Katalog auch als Schnellzugriff auf Ihren Startbildschirm legen. Hier eine kurze Anleitung in Bildern:

1. Rufen Sie die Internetadresse bib-kreisre.de in Ihrem Browser (hier Chrome) auf:2. Öffnen Sie das Browser-Menü über die 3 Punkte rechts oben und wählen Sie den Menüpunkt “Zum Startbildschirm zufügen” aus:

3. Vergeben Sie einen Namen für den Schnellzugriff:

4. Ab sofort finden Sie den Schnellzugriff auf Ihrem Startbildschirm und können den Katalog mit einem Klick aufrufen:

 

 

Buchtipp des Monats: “Saturday Night Biber” von Anja Rützel

Anja Rützel liebt Tiere – große und kleine, niedliche und weniger niedliche, eben die ganze Bandbreite, die die Natur so bietet. Und sie ist abenteuerlustig genug, um sich als Journalistin  auch auf eher ungewöhnliche Themen und Experimente einzulassen. Deshalb kann man in dem Buch “Saturday Night Biber” darüber lesen, wie sie versucht, Hirsche zu füttern, Schaben zu halten, Alpakas zu bändigen, mit Kühen zu kuscheln, einen Falken zu präparieren, Freundschaft mit einem Ameisenbären zu schließen oder flauschigen Kaninchen beim Hindernisspringen zuzuschauen. Von diesen teilweise skurrilen Erlebnissen erzählt sie sehr witzig, mit einer guten Portion Selbstironie und vor allem mit viel Liebe zu den jeweiligen Protagonisten der Stories. Mich haben die Geschichten immer wieder zum Lachen gebracht und dazu, mal nachzuforschen ob es Kühekuscheln tatsächlich gibt, wie ein Ameisenbär genau aussieht oder was unter Kunst mit Tierpräparaten zu verstehen ist.

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Buchtipp des Monats: “Der Mann, der zu träumen wagte” von Graeme Simsion

Wer Musik aus den 60er und 70er Jahren liebt und außerdem auch noch gerne Romane liest, kommt hier voll auf seine Kosten. Die Hauptfigur Adam Sharp, IT-Berater und begnadeter Pianist, erzählt anhand von Songs aus dieser Zeit die Geschichte der großen Liebe seines Lebens. Mit 26 Jahren lernt er in einer Bar in Melbourne die junge Schauspielerin Angelina kennen, und es beginnt eine leidenschaftliche und intensive Liebesbeziehung, in der Musik eine wichtige Rolle spielt. Als Adam Australien aus beruflichen Gründen verlassen muss, verlieren die beiden sich aus den Augen. Mehr als 20 Jahre später nimmt Angelina erneut Kontakt mit Adam auf, worauf sich eine merkwürdige Dreierbeziehung zischen Adam, Angelina und ihrem Mann Charlie entwickelt. Und wieder bilden die Songs aus den 60er und 70er Jahren die musikalische und auch inhaltliche Kulisse. Das liest sich sehr schön, und ich empfehle dringend, dem Rat des Autors zu folgen und und die Songs beim Lesen tatsächlich auch zu hören (es gibt eine Playlist am Ende des Buches). Ich habe es aus Bequemlichkeit leider nicht getan, aber der eine oder andere Song war mir bekannt und klang zumindest in meinem Kopf mit – und ich muss zugeben, dass es die Geschichte noch lebendiger gemacht hat.

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Buchtipp des Monats: “Sieh mich an” von Mareike Krügel

Katharina ist Anfang 40, berufstätige Mutter zweier halbwüchsiger Kinder und Ehefrau von Costas, mit dem sie zur Zeit eine stressbeladene Wochenendbeziehung führt. Sie beschreibt einen einzigen – eigentlich ganz normalen – chaotischen Tag in ihrem Leben. Und doch ist an diesem Tag alles anders: sie hat ein “Etwas” in ihrer Brust entdeckt, und ihr eigener möglicher Tod wirft sie völlig aus der Bahn. Sie hinterfragt ihre Ehe, ihr Dasein als Mutter und ihre berufliche  Karriere als Musikerzieherin im Kindergarten, sie lässt alle Höhen und Tiefen ihres Lebens gedanklich Revue passieren, während sie sich dem Wahnsinn ihres Alltags stellt. Am Ende des Tages kann sie Costas zumindest von dem “Etwas” in ihrer Brust erzählen, wenn auch auf eine ungewöhnliche Art und Weise.

Es ist berührend zu lesen, wie Katharina durch ihre Entdeckung in einen Strudel aus wechselnden Emotionen hineingezogen wird, aus dem sie nur schwer wieder herausfindet, und natürlich fragt man sich unwillkürlich, wie man wohl selbst reagieren würde. Die dichte Atmosphäre des Romans tut ihr übriges, so dass man sich gut mit Katharina identifizieren kann.

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Buchtipp des Monats: “Und jetzt lass uns tanzen” von Karine Lambert

Marguerite und Marcel haben schon ein langes Leben hinter sich, als sie sich in einem Kurheim kennen lernen – sie ist 78, er 73 Jahre alt.  Aus der anfänglichen bloßen Sympathie wird schnell Liebe – sehr zum Missfallen von Marguerites Sohn, der alles versucht, um seine Mutter von Marcel fern zu halten. Doch allen Widrigkeiten zum Trotz finden die beiden Liebenden letztlich zusammen und genießen ihren späten Lebensabend als glückliches Paar.

Die Autorin hat eine anrührende Liebesgeschichte geschrieben, die sehr französisch daherkommt – leicht, charmant und mit einem Hauch Melancholie.

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Buchtipp des Monats: “Willkommen bei den Friedlaenders!” von Adrienne Friedlaender

Der Untertitel des Buches beschreibt das Thema gar nicht schlecht: ” Meine Familie, ein Flüchtling und kein Plan”. Aber der Reihe nach: Adrienne Friedlaender und ihre vier Söhne beschließen ziemlich spontan, selbst in der Flüchtlingshilfe aktiv zu werden und einen Flüchtling bei sich zu Hause aufzunehmen. So kommt für einige Monate der 22jährige Moaaz aus Syrien zu der Familie – und integriert sich schnell und gut ins Familienleben, trotz mancher Irritationen und Missverständnisse. Die Autorin, von Beruf Journalistin, beschreibt in diesem Erfahrungsbericht sehr ehrlich die Herausforderungen, die so eine Aktion mit sich bringt, aber auch die schönen und lustigen Momente des interkulturellen Zusammenlebens. Sie macht Mut, auf das Fremde  bzw. den Fremden zuzugehen und mehr auf das Verbindende als auf das Trennende zu schauen. Ein positives Beispiel, das Nachahmer finden sollte!

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Buchtipp des Monats: “Gray” von Leonie Swann

Dr. Augustus Huff, seines Zeichens Dozent für Anthropologie an der Universität Cambridge und leicht zwanghaft, wird gegen seinen Willen vorübergehend Halter des sehr klugen und äußerst gesprächigen Graupapageis Gray. Dessen eigentlicher Besitzer Elliot, einer von Huffs Studenten, ist beim nächtlichen Fassadenklettern zu Tode gestürzt. Weil Augustus Huff nicht ausschließen kann, dass es sich bei dem vermeintlichen Unglücksfall in Wirklichkeit um einen Mord handelt, beginnt er nachzuforschen – was mit einem vorlauten Papagei auf der Schulter nicht ganz einfach ist. Aber die beiden raufen sich zusammen und bilden ein gutes Team, sodass der Todesfall aufgeklärt werden kann.

Ich hatte viel Spass beim Lesen des Romans, was den beiden Hauptfiguren zu verdanken ist. Augustus Huff ist sympathisch und auch ein bisschen schrullig. Gray wird glücklicherweise nicht vermenschlicht, aber seine aufgeschnappten Worte oder Sätze werden wie Kommentare und Hinweise eingesetzt und bringen die Handlung voran.

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Buchtipp: “Ich kann, du kannst, Erkan” von Inga Liebig

Wenn Flüchtlinge und andere Migranten unterschiedlichster Nationalitäten gemeinsam Deutsch lernen, stehen haarsträubende Missverständnisse auf der Tagesordnung. Aber der gemeinsame Integrations- und Deutschkurs bietet allen auch die Möglichkeit, andere Kulturen neben der eigenen und der deutschen kennen zu lernen. Inga Liebig leitet Integrationskurse in Berlin und erzählt mit viel Liebe und Humor aus ihrem Kursalltag, in dem ihre Schülerinnen und Schüler mit den Fallstricken der deutschen Sprache und der deutschen Alltagskultur kämpfen. Sie als Lehrerin wiederum erhält Einblick in die Alltagskultur der Herkunftsländer ihrer Schüler und entwickelt dabei einen neuen Blick auf ihr eigenes Heimatland, schaut sozusagen mal von außen auf Deutschland – und auf die deutsche Sprache. Die Geschichten sind erheiternd und erhellend gleichermaßen, es macht Spaß, das Buch zu lesen.

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