Schlagwort-Archive: Liebe

Buchtipp des Monats: “Abschied in Prag” von Alyson Richman

Die Autorin erzählt von der jungen jüdischen Kunststudentin Lenka, die im Prag der 30er Jahre die Liebe ihres Lebens kennen lernt, den ebenfalls jüdischen Medizinstudenten Josef. Sie heiraten, doch die zunehmenden Repressionen der Nationalsozialisten macht die Lage für Juden in Prag immer unerträglicher. Josef bekommt Visa für Amerika, aber Lenka möchte ihre Familie nicht im Stich lassen. So trennen sie sich schweren Herzens, für eine vermeintlich kurze Übergangszeit. Während Lenka mit ihrer Familie nach Theresienstadt und später nach Auschwitz deportiert wird, gelingt Josef mit viel Glück tatsächlich die Emigration nach Amerika. Doch sie verlieren sich vollständig aus den Augen, halten sich gegenseitig aus guten Gründen für tot und trauern ihr Leben lang der verlorenen Liebe nach. Bis sie sich auf der Hochzeit ihrer Enkel mit 90 Jahren plötzlich wieder treffen …

Der Roman ist eine wunderbar erzählte und sehr zu Herzen gehende Geschichte, die von Liebe und Verlust, von Überlebenswillen und Zivilcourage, von Grausamkeit und Menschlichkeit, von Traumatisierung und Verdrängung handelt und die unbedingt lesenswert ist!

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Buchtipp des Monats: “Der Mann, der zu träumen wagte” von Graeme Simsion

Wer Musik aus den 60er und 70er Jahren liebt und außerdem auch noch gerne Romane liest, kommt hier voll auf seine Kosten. Die Hauptfigur Adam Sharp, IT-Berater und begnadeter Pianist, erzählt anhand von Songs aus dieser Zeit die Geschichte der großen Liebe seines Lebens. Mit 26 Jahren lernt er in einer Bar in Melbourne die junge Schauspielerin Angelina kennen, und es beginnt eine leidenschaftliche und intensive Liebesbeziehung, in der Musik eine wichtige Rolle spielt. Als Adam Australien aus beruflichen Gründen verlassen muss, verlieren die beiden sich aus den Augen. Mehr als 20 Jahre später nimmt Angelina erneut Kontakt mit Adam auf, worauf sich eine merkwürdige Dreierbeziehung zischen Adam, Angelina und ihrem Mann Charlie entwickelt. Und wieder bilden die Songs aus den 60er und 70er Jahren die musikalische und auch inhaltliche Kulisse. Das liest sich sehr schön, und ich empfehle dringend, dem Rat des Autors zu folgen und und die Songs beim Lesen tatsächlich auch zu hören (es gibt eine Playlist am Ende des Buches). Ich habe es aus Bequemlichkeit leider nicht getan, aber der eine oder andere Song war mir bekannt und klang zumindest in meinem Kopf mit – und ich muss zugeben, dass es die Geschichte noch lebendiger gemacht hat.

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Buchtipp des Monats: “Und jetzt lass uns tanzen” von Karine Lambert

Marguerite und Marcel haben schon ein langes Leben hinter sich, als sie sich in einem Kurheim kennen lernen – sie ist 78, er 73 Jahre alt.  Aus der anfänglichen bloßen Sympathie wird schnell Liebe – sehr zum Missfallen von Marguerites Sohn, der alles versucht, um seine Mutter von Marcel fern zu halten. Doch allen Widrigkeiten zum Trotz finden die beiden Liebenden letztlich zusammen und genießen ihren späten Lebensabend als glückliches Paar.

Die Autorin hat eine anrührende Liebesgeschichte geschrieben, die sehr französisch daherkommt – leicht, charmant und mit einem Hauch Melancholie.

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Buchtipp des Monats: “Die Grammatik der Rennpferde” von Angelika Jodl

Salli Sturm ist 52 Jahre alt, Single und bringt ausländischen Erwachsenen mit Begeisterung die deutsche Sprache bei. Sergey Dyck war in Russland ein erfolgreicher Jockey, arbeitet in Deutschland aber aufgrund seiner dürftigen Deutschkenntnisse nur als Stallbursche. Zwischen den beiden einsamen Menschen gibt es keinerlei Berührungspunkte. Als Sergey aber seine Situation mit dem Kauf eines Rennpferdes verbessern möchte, braucht er Sallis Hilfe: als Sprachlehrerin wie als Strohfrau für den Pferdekauf. Und so prallen die beiden unterschiedliche Lebenswelten aufeinander und nähern sich allmählich einander an …

Mir hat gut gefallen, wie sich die sympathische Hauptfigur Salli im Laufe der Erzählung verändert. Sie lässt sich mutig auf Veränderungen in ihrem Leben ein und wird fast unmerklich selbstbewusster, ohne jedoch ihre Verletzlichkeit zu verlieren. Und auch der eher wortkarge Sergey bleibt nicht der, der er am Anfang der Geschichte war.

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Hochzeitsausstellung in der Stadtbibliothek Herten

662203_web_R_B_by_Lupo_pixelio.deBild: © Lupo  / pixelio.de

„Liebe besteht nicht darin, dass man einander anschaut, sondern dass man gemeinsam in dieselbe Richtung blickt.“
Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944), französischer Schriftsteller

Für den „schönsten Tag im Leben“ bietet die Stadtbibliothek im Erdgeschoß eine aktuelle Literaturausstellung an. Bücher und Medien rund um die Themen

Hochzeitsfest,

Hochzeitsspiele,

Hochzeitsglückwünsche,

Beziehungsratgeber

und vielem mehr

können zu den jeweiligen Konditionen ausgeliehen werden. Die Ausstellung läuft bis Ende Mai.

Buchtipp: “Americanah” von Chimamanda Ngozi Adichie

adichieDer Roman hat mir eine neue Welt eröffnet, die Welt der Nigerianerin Ifemelu, die in Lagos geboren und aufgewachsen ist und sich dort in Obinze verliebt. Als die politischen und gesellschaftlichen Zustände in Nigeria ihr Studium nahezu unmöglich machen, emigriert sie in die USA, um dort zu studieren. Doch mit schwarzer Hautfarbe ist es schwer, in Amerika Fuß zu fassen, vor allem, wenn man so unverblümt ehrlich ist wie Ifemelu. Nach mehreren Rückschlägen gelingt es ihr endlich, ein etabliertes und überwiegend zufriedenes Leben zu führen. Und doch zieht es sie nach 13 Jahren wieder zurück in Ihre Heimat Nigeria und zu ihrer große Liebe Obinze.

Die Autorin, selbst gebürtige Nigerianerin, schildert nicht nur plastisch die deprimierenden Verhältnisse in Nigeria, die dazu führen, dass viele Gebildete das Land verlassen wollen, sondern auch die oft negativen Erfahrungen der beiden Hauptpersonen als Migranten in England (dem Emigrationsziel Obinzes) und den USA. Die unterschiedlichen Lebenswelten von Schwarzen und Weißen und der in in beiden Ländern herrschende alltägliche Rassismus werden sehr deutlich. Letztendlich ist das Buch aber die klug und mitreißend erzählte Lebensgeschichte einer starken Frau, die sich durch die Umstände nicht unterkriegen lässt und beharrlich ihre Lebensziele und Träume verfolgt.

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Literaturnobelpreis: And the winner is … Patrick Modiano!

Nach der gestrigen Verleihung des Literaturnobelpreises an den französischen Schriftsteller Patrick Modiano setzt – wie in jedem Jahr – auch sofort die Nachfrage nach den Büchern des Preisträgers ein. In der Stadtbibliothek Herten ist der Autor bis jetzt mit 2 Werken vertreten, die es aber in verschiedenen Formen gibt: ” Im Café der verlorenen Jugend” ist sowohl als Buch als auch als Hörbuch im Bestand, den Titel “Der Horizont” gibt es Buch und als eBook. Weitere Titel des Autors werden natürlich schnellstens bestellt und eingearbeitet.

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