Schlagwort-Archive: Buchtipp

Buchtipp des Monats: “Willkommen bei den Friedlaenders!” von Adrienne Friedlaender

Der Untertitel des Buches beschreibt das Thema gar nicht schlecht: ” Meine Familie, ein Flüchtling und kein Plan”. Aber der Reihe nach: Adrienne Friedlaender und ihre vier Söhne beschließen ziemlich spontan, selbst in der Flüchtlingshilfe aktiv zu werden und einen Flüchtling bei sich zu Hause aufzunehmen. So kommt für einige Monate der 22jährige Moaaz aus Syrien zu der Familie – und integriert sich schnell und gut ins Familienleben, trotz mancher Irritationen und Missverständnisse. Die Autorin, von Beruf Journalistin, beschreibt in diesem Erfahrungsbericht sehr ehrlich die Herausforderungen, die so eine Aktion mit sich bringt, aber auch die schönen und lustigen Momente des interkulturellen Zusammenlebens. Sie macht Mut, auf das Fremde  bzw. den Fremden zuzugehen und mehr auf das Verbindende als auf das Trennende zu schauen. Ein positives Beispiel, das Nachahmer finden sollte!

Wenn Sie wissen möchten, ob das Buch in der Bibliothek verfügbar ist, klicken Sie bitte hier.

“Willkommen bei den Friedlaenders!” von Adrienne Friedlaender ist erschienen im Blanvalet Verlag, ISBN 978-3-7645-0625-4 (Link zur Verlagsseite)

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Buchtipp des Monats: “Gray” von Leonie Swann

Dr. Augustus Huff, seines Zeichens Dozent für Anthropologie an der Universität Cambridge und leicht zwanghaft, wird gegen seinen Willen vorübergehend Halter des sehr klugen und äußerst gesprächigen Graupapageis Gray. Dessen eigentlicher Besitzer Elliot, einer von Huffs Studenten, ist beim nächtlichen Fassadenklettern zu Tode gestürzt. Weil Augustus Huff nicht ausschließen kann, dass es sich bei dem vermeintlichen Unglücksfall in Wirklichkeit um einen Mord handelt, beginnt er nachzuforschen – was mit einem vorlauten Papagei auf der Schulter nicht ganz einfach ist. Aber die beiden raufen sich zusammen und bilden ein gutes Team, sodass der Todesfall aufgeklärt werden kann.

Ich hatte viel Spass beim Lesen des Romans, was den beiden Hauptfiguren zu verdanken ist. Augustus Huff ist sympathisch und auch ein bisschen schrullig. Gray wird glücklicherweise nicht vermenschlicht, aber seine aufgeschnappten Worte oder Sätze werden wie Kommentare und Hinweise eingesetzt und bringen die Handlung voran.

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“Gray” von Leonie Swann ist erschienen im Blanvalet Verlag, ISBN 978-3-442-31443-0 (Link zur Verlagsseite)

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Buchtipp: “Ich kann, du kannst, Erkan” von Inga Liebig

Wenn Flüchtlinge und andere Migranten unterschiedlichster Nationalitäten gemeinsam Deutsch lernen, stehen haarsträubende Missverständnisse auf der Tagesordnung. Aber der gemeinsame Integrations- und Deutschkurs bietet allen auch die Möglichkeit, andere Kulturen neben der eigenen und der deutschen kennen zu lernen. Inga Liebig leitet Integrationskurse in Berlin und erzählt mit viel Liebe und Humor aus ihrem Kursalltag, in dem ihre Schülerinnen und Schüler mit den Fallstricken der deutschen Sprache und der deutschen Alltagskultur kämpfen. Sie als Lehrerin wiederum erhält Einblick in die Alltagskultur der Herkunftsländer ihrer Schüler und entwickelt dabei einen neuen Blick auf ihr eigenes Heimatland, schaut sozusagen mal von außen auf Deutschland – und auf die deutsche Sprache. Die Geschichten sind erheiternd und erhellend gleichermaßen, es macht Spaß, das Buch zu lesen.

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“Ich kann, Du kannst, Erkan” von Inga Liebig ist erschienen im Bastei Lübbe Taschebuch Verlag, ISBN 978-3-404-60914-7 (Link zur Verlagsseite)

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Buchtipp für unerschrockene Kinder ab 8 Jahren

Wer wohligen Spaß beim Lesen von gruseligen Geschichten hat, sollte unbedingt zu „Das kleine Böse Buch“ von Magnus Myst greifen.

Das Cover und die Ausstattung sind sehr auffallend und machen neugierig. Der Einbandtext lädt geradezu ein, das Buch aufzuschlagen:

„Hey, du!
Ja, du! Schnell! Schlag mich auf und fang an, mich zu lesen! Bitte! Ich brauche dich, um ein richtig böses Buch zu werden. Als Versuchskaninchen, verstehst du? Aber sei gewarnt, ich bin nichts für kleine Angsthasen und Hosenscheißer…“

Dieses Buch kommuniziert von Anfang an mit dem Leser. Dieser wird vor Entscheidungen gestellt und muss Rätsel lösen. Sind die Lösungsergebnisse korrekt, wird der Leser zum Weiterlesen auf andere Seiten geschickt. Daher muss er ständig vor- und zurückblättern. Außerdem gibt es in dem Buch auch noch den Jungen Finster, der in das schaurige Geschehen eingebunden ist.

Das Buch erzählt keine durchgängige Geschichte, sondern ist ein interaktiver Gruselspaß für Kinder ab ca. 8 Jahren, die aber nicht allzu zart besaitet sein sollten. Es ist im Bestand der Kinder- und Jugendbibliothek (JII/Gruseln).

“Das kleine böse Buch” von Magnus Myst ist erschienen im Ueberreuter Verlag, ISBN 978-3-7641-5124-9 (Link zur Verlagsseite)

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Buchtipp des Monats: “Die Grammatik der Rennpferde” von Angelika Jodl

Salli Sturm ist 52 Jahre alt, Single und bringt ausländischen Erwachsenen mit Begeisterung die deutsche Sprache bei. Sergey Dyck war in Russland ein erfolgreicher Jockey, arbeitet in Deutschland aber aufgrund seiner dürftigen Deutschkenntnisse nur als Stallbursche. Zwischen den beiden einsamen Menschen gibt es keinerlei Berührungspunkte. Als Sergey aber seine Situation mit dem Kauf eines Rennpferdes verbessern möchte, braucht er Sallis Hilfe: als Sprachlehrerin wie als Strohfrau für den Pferdekauf. Und so prallen die beiden unterschiedliche Lebenswelten aufeinander und nähern sich allmählich einander an …

Mir hat gut gefallen, wie sich die sympathische Hauptfigur Salli im Laufe der Erzählung verändert. Sie lässt sich mutig auf Veränderungen in ihrem Leben ein und wird fast unmerklich selbstbewusster, ohne jedoch ihre Verletzlichkeit zu verlieren. Und auch der eher wortkarge Sergey bleibt nicht der, der er am Anfang der Geschichte war.

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“Die Grammatik der Rennpferde” von Angelika Jodl ist erschienen bei dtv, ISBN 978-3-423-26105-0 (Link zur Verlagsseite)

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Sachbuchtipp: “Kann mein Chemielehrer Crystal Meth herstellen?” von Andrea Gentile

Der italienische Journalist hat in seinem unterhaltsamen Sachbuch naturwissenschaftliche Phänomene, die in Kultserien vorkommen, verständlich erklärt. Dabei werden so wichtige Themen geklärt wie “Was tun bei einer Zombie-Epidemie?” (The Walking Dead), “Lügen alle Patienten?” (Dr. House), “Der Winter naht – aber wann ist er endlich da?” (Game of Thrones) oder “Das Cooper-Hofstadter-Paradoxon” (The Big Bang Theory) – und natürlich das titelgebende “Hausgemachte Methamphetamin” (Breaking Bad). Das Ganze kommt sowohl amüsant als auch wissenschaftlich durchdacht daher. Ein Must-Have für Serienfans!

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“Kann mein Chemielehrer Crystal Meth herstellen?” von Andrea Gentile ist erschienen im Atlantik Verlag, ISBN 978-3-455-70021-3 (Link zur Verlagsseite)

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Buchtipp: “Engelspfade” von Alice Peterson

Der Titel des Buches klingt ja schon ein bisschen kitschig und lässt in Verbindung mit dem Cover eher einen esoterisch angehauchten Liebesroman vermuten. Statt dessen blättert sich die Geschichte von Cassandra auf, die mit Anfang 20 nach einem Autounfall querschnittsgelähmt und deshalb für den Rest ihres Lebens auf den Rollstuhl angewiesen ist. Nach dem Unfall zieht sie sich zunächst von allem zurück und hadert sehr mit ihrem Schicksal. Erst als sie den Golden Retriever Ticket kennen lernt, der zum Helferhund ausgebildet wurde und ihr von nun an zur Seite steht, bekommt sie wieder genügend Lebensmut und Selbstvertrauen, um einen – betreuten – Skiurlaub zu buchen. Dort lernt sie Charlie kennen, charmant, gut aussehend und ihr persönlicher Betreuer …

Cass’ Leben im Rollstuhl wird ziemlich klar und schonungslos beschrieben. Probleme und Schwierigkeiten des Alltags, die man sich als gehfähiger Mensch zum Teil gar nicht  so vorstellen kann, kommen sehr deutlich zur Sprache. Aber auch die persönliche Entwicklung von Cass, von abgrundtiefer Verzweiflung bis hin zu neuem Lebensmut und einem eigenständigen Leben, lesen sich sehr lebensnah. Und als kleines Schmankerl ist da auch noch eine schöne Liebesgeschichte. Mein Fazit also: ein rundum gelungenes Buch.

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“Engelspfade” von Alice Peterson ist erschienen im Lübbe Verlag, ISBN 978-3-7857-6002-4.

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Neue Ostermedien für Kinder

Wie gut, dass es den Förderverein der Stadtbibliothek im Glashaus gibt!
Dieser hat durch seine finanzielle Unterstützung den Kauf neuer Osterbücher und österliche CDs für Kinder möglich gemacht.

So wurden Pappbilderbücher für Kinder ab zwei Jahren, Geschichten für Vorschul- und Grundschulkinder sowie Bastelbücher und österliche CDs eingekauft und in Windeseile für die Ausleihe eingearbeitet.

Von der klassischen Ostergeschichte, die für unterschiedliche Altersgruppen z.B. von Amelie Benn oder Dörte Beutler aufbereitet wurde, gibt es lustige Geschichten über die „Arbeit“ des Osterhasen, z.B. in dem Buch „Die große Osterei-Malerei“ von Hans-Christian Schmidt. Rena Sack stellt in ihrem Buch „Ostern in aller Welt“ unterschiedliche Bräuche vor.

Außerdem werden kleine und große Bastelfreunde in den Büchern neue Anregungen für Frühlings- und Osterbasteleien finden. Auch Bücher, die kindgerecht Bräuche, Lieder und Rezepte zur Fasten- und Osterzeit vermitteln, finden sich in der Kinder- und Jugendbibliothek.

Über 20 Ideen zum Backen und Dekorieren bietet z. B. Pia Deges in „Knallbunte Ostern“. Da werden Hasenohren und Filzvögel gebastelt und aus Eiern wachsen Kresse und Kuchen.

Nina Schiefelbein und Tanja Engel-Kugler geben in ihrem „Das bunte Oster-Bastelbuch“ Anregungen für Fensterbilder, bemalte Eier, Kressehasen und ein Käferkegelspiel.

In „Das große Buch zur Osterzeit“ erklärt Christa Holtei woher die unterschiedlichen Osterbräuche kommen. Geschichten, Gedichte, Bastel- und Backideen ergänzen die Sammlung.

Viel Freude garantieren auch die neuen Oster-CDs: hier können sich Kleine und Große auf unterschiedliche Titel freuen, z.B. „Meine ersten Ostergeschichten und Lieder“, „Rolfs Hasengeschichte Ich bin stark“ oder „Osterhase oder Superstar“, um nur einige Beispiele zu nennen.

Die Medien stehen auf der Etage der Kinder- und Jugendbibliothek zur Ausleihe bereit und sorgen bei kleinen und großen Osterhasenfans für Anregungen, (Vor)lesespaß und Hörgenuss.

Danke, lieber Förderverein!

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Hochzeitsausstellung in der Stadtbibliothek Herten

662203_web_R_B_by_Lupo_pixelio.deBild: © Lupo  / pixelio.de

„Liebe besteht nicht darin, dass man einander anschaut, sondern dass man gemeinsam in dieselbe Richtung blickt.“
Antoine de Saint-Exupéry (1900-1944), französischer Schriftsteller

Für den „schönsten Tag im Leben“ bietet die Stadtbibliothek im Erdgeschoß eine aktuelle Literaturausstellung an. Bücher und Medien rund um die Themen

Hochzeitsfest,

Hochzeitsspiele,

Hochzeitsglückwünsche,

Beziehungsratgeber

und vielem mehr

können zu den jeweiligen Konditionen ausgeliehen werden. Die Ausstellung läuft bis Ende Mai.

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Mord vor der Haustür!

Bei dem reißerischen Titel dieses Artikels handelt es sich glücklicherweise nicht um einen tatsächlichen Mord, sondern “nur” um den Titel der neuen Literaturausstellung in der Stadtbibliothek 🙂

Die Semesterpraktikantin der Stadtbibliothek, die angehende Bibliothekarin Juliane Linkemann, hat sich im Rahmen ihres Praktikumsprojekts mit Kriminalromanen beschäftigt, die im Ruhrgebiet spielen. Das Ergebnis ihrer Recherchen präsentiert sie nun unter dem Titel “Mord vor der Haustür – Kriminalromane im Ruhrgebiet” in einer Literaturausstellung. Eine Übersichtskarte der Schauplätze und ein Literaturverzeichnis helfen bei der Auswahl der Romane.

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Die Bücher stehen bis zum 6. März im Ausstellungsbereich der Romanabteilung und sind ausleihbar. Das Verzeichnis liegt ebenfalls aus, kann aber auch von unserer Homepage heruntergeladen werden.

 

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