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Buchtipp: Magus of the Library

Im heutigen Buchtipp stellen wir euch die Manga-Reihe „Magus of the Library“ vor.

Vor langer Zeit brach ein Völkerkrieg auf dem Kontinent aus. Land wurde verwüstet und zahlreiche Dörfer zerstört. Zu dieser Zeit setzten sich die Magi ein, um den Völkern Frieden zu bringen. Zur Sicherung des Waffenstillstandes wurde das vorhandene Land in autonome Regionen unterteilt und alle Schriftstücke an einem Ort versammelt. Die Zentralbibliothek sichert und bewahrt die Schriften jeder Region, jeden Volkes, jeder Sprache. Nur besonders ausgebildete Magi verwalten diese Schriftstücke. Diese Magi bewahren den Frieden, indem sie die Schriften der Welt bewahren.

Weit entfernt von der Hauptstadt und der Zentralbibliothek lebt Shio – ein Halbblutjunge mit spitzen Ohren und blondem Haar. Aufgrund seines außergewöhnlichen Aussehens wird er von den anderen Dorfkindern nur gehänselt. Als eines Tages eine Delegation der Magus ins Dorf kam, um die dortige Dorfbibliothek zu inspizieren, wird Shio auf ein Buch aufmerksam, das einer der Reisenden unbeaufsichtigt beim Gepäck liegen ließ. So lernte Shio den Magus Sedna kennen und seit diesem Tage an, möchte Shio ein Magus werden.

Shio lernt jeden Tag dafür, liest so viel er kann und gibt sein errungenes Wissen auch an die Dorfbewohner weiter. Dann ist der Tag gekommen und seine Reise nach Ajtzak beginnt.

Was Shio auf seiner langen Reise wohl erlebt? Wird er die Aufnahmeprüfung überhaupt schaffen?

„Magus of the Library“ aus dem Carlsen Verlag ist eine Comic-Reihe, die das Leben und den Traum eines Dorfjungen behandelt, der von anderen Bewohnern als Sonderling gemieden und ausgeschlossen wird. Doch mit etwas Hilfe und Zuspruch schafft es Shio das Blatt zu wenden. Der Comic zeigt, dass Vorurteile durch eigenes Handeln und durch das Erlangen von Wissen abgebaut werden können. Diese Manga-Reihe ist eine Abenteuergeschichte, in denen Bücher eine Hauptrolle spielen.

Hier könnt ihr nachsehen, ob die Reihe gerade im Glashaus verfügbar ist.

Buchtipp: Fürimmerhaus von Kai Meyer

Wir haben wieder einen Buchtipp für euch: „Fürimmerhaus“ von Kai Meyer

Bild: Stadtbibliothek

Das Fürimmerhaus ist ein dunkler und mysteriöser Ort mit noch geheimnisvolleren Geschöpfen. Dieses riesige Schloss ist ein Labyrinth aus hunderten von Sälen, Hallen und Gängen. Manche sind gut erhalten und bewohnbar und andere fallen beinahe zusammen. Hinter jeder Türe, jeder Ecke versteckt sich ein Geheimnis.

So abenteuerhaft das Fürimmerhaus auch sein mag, so ist es doch ein Kerker. Ein Gefängnis für jene, die auf ihren eigenen Welten eine Heldentat begangen haben. Hier leben Ambra und ihre Freunde, soweit sie diese so bezeichnen kann. Ihr Fluchtplan schien perfekt. Doch das Vortäuschen eines Angriffs der Treibholzmenschen entwickelt sich zu einem echten Angriff. Und während die Angreifer mit den Archonten und den Famuli kämpfen, suchen die Freunde einen Weg hinaus. Immer wieder müssen sie den Kämpfenden ausweichen und treffen auf versperrte Gänge. Während sie verzweifelt nach einem Ausweg suchen, läuft ihnen die Zeit davon. Sie sind nicht alleine in den Gemäuern und dieses Etwas hat ihre Witterung aufgenommen. Gelingt Ambra und den Anderen die Flucht in die Freiheit? Oder wird das Fürimmerhaus zu ihrem Grab? Die Uhr tickt!

Der Roman scheint auf den ersten Blick mit seinen rund 370 Seiten etwas langatmig zu sein, doch Meyer schafft es eine fesselnde Atmosphäre herzustellen und den Leser an die Geschichte zu binden. Mit der Ankunft des letzten Protagonisten Carter wird der Leser über diese Figur in die Handlung hineingezogen. Die Seiten des Buches werden zum Sinnbild der Gemäuer des Fürimmerhauses. Der Leser fühlt sich selber im Fürimmerhaus gefangen und irrt mit den Protagonisten durch die Gemäuer. Weiterlesen ist ein Muss, um zu entfliehen!

„Fürimmerhaus“ von Kai Meyer ist erschienen im Verlag FISCHER Sauerländer. Wenn ihr das Buch ausleihen möchtet, könnt ihr hier nachschauen, ob es gerade verfügbar ist.

 

Buchtipp: Underworld Chronicles – Verflucht von Jackie May

Bild: Stadtbibliothek

Vampire, Werwölfe, Trolle, Feen … Detroit ist voll von mystischen Wesen, genannt Unterweltler.

In dieser Stadt lebt Nora, ein normales Teenager-Mädchen. Allerdings hat Nora nie eine richtige Familie gehabt. Von Pflegefamilie zu Pflegefamilie weitergereicht, dabei mal bessere und auch sehr schlechte Erfahrungen gemacht, möchte sie nichts mit Jungs und Beziehungen zu tun haben.

Daher ist sie bei der ersten Gelegenheit in eine eigene Wohnung gezogen. Ihr Nachbar Xavier stellt ihr allerdings nach und Nora muss vor ihm regelrecht flüchten. Ihr innerer Instinkt hilft ihr dabei, bedrohliche Situationen zu erkennen und sich vor diesen in Sicherheit zu bringen. Instinkt oder eher eine Gabe? Als Nora von Xavier entführt wird, schafft sie es, ihn im Underworld in einen Hinterhalt zu locken. Dabei lernt sie einige der Unterweltler kennen wie den Troll und Nachtclubbesitzer Terrances und Mitarbeiter der FUA – die Polizei der Unterweltler.

Einer von ihnen ist Oliver, ein Hochmagier, der seine Kräfte nicht einsetzt. Als PsychoPsychic passt er schon seit längerem auf Nora auf, doch ohne ihr Wissen bis sich die beiden plötzlich in einer für Nora bisher unbekannten Welt gegenüberstehen. Denn zahlreiche Unterweltler sind verschwunden und ihre Angehörigen suchen sie verzweifelt. Mit Noras Gabe, kürzlich vergangene Ereignisse durch das Berühren von Gegenständen zu durchleben, kommen sie gemeinsam einem gefährlichen Geheimbund auf die Schliche.

Können Nora und ihre neuen Freunde das Schlimmste verhindern?

Verflucht ist der Reihenauftakt der Underworld Chronicles. Mit Spannung, Horrorelementen und Fantasieanteilen hat May eine Parallelwelt erschaffen, ohne die Realität in den Hintergrund zu drängen. Für jeden ist etwas dabei!

Wenn ihr das Buch ausleihen möchtet, könnt ihr hier in unserem Online-Katalog nachsehen, ob es verfügbar ist.

Helgas Buchtipp: Book of Songs von Colm Boyd

Kennt ihr schon unsere Kollegin Helga? Lesen ist berufsbedingt ihre große Leidenschaft und daher versorgt sie euch hier im Blog und drüben auf Facebook hin und wieder mit Lesetipps.

Wenn Helga liest, hört sie manchmal Musik. Bei diesem Sachbuch kann sie es umgekehrt machen und beim Musikhören lesen.

Zum Inhalt:

Die wahren Geschichten hinter den 500 ultimativen Hits der Popmusik: Von Adele bis Aretha, von Rock bis Rave

Mit viel Witz, überraschenden Fakten und äußerst kurzweilig erzählt der irische Musikblogger Colm Boyd die Geschichten hinter den ultimativen Songs der Popgeschichte. Oder wussten Sie, dass Paul Simon „The Sound of Silence“ in der Abgeschiedenheit seines Badezimmers geschrieben hat? Oder dass „Always Look on the Bright Side of Life“ in England das beliebteste Stück bei Beerdigungen ist?
Die fast 500 Lieder sind in 70 Kapiteln zu jeder Lebenslage und –frage zusammengefasst. Machen Sie aufregende Neuentdeckungen und hören Sie Ihre Lieblingshits mit ganz neuen Ohren!

(Rückseitentext Verlag)

Das sagt Helga:

Foto: Stadtbibliothek

Beim Bestellen des Buches hat mich der Untertitel „Die Playlist für jede Lebenslage“ schon mal neugierig gemacht. Als das Exemplar dann eingetroffen war, habe ich es gleich durchgeblättert und war begeistert: Zu jedem Lied gibt es eine kurze Beschreibung, die einem entweder die Musik, den Künstler oder die Zeitgeschichte näherbringt. Das alles mit jenem launigen Unterton, für den die Menschen von der Insel bekannt sind (auch wenn der irische Autor mittlerweile in Barcelona lebt).

Bereits die Auswahl der Listen macht Spaß und hat eine große Bandbreite: Lieder über Liebe, Tod, Essen und Trinken sind naheliegend, auch Lieder mit kultigen ersten Zeilen. Aber es gibt auch Listen von Songs, die in Filmen von Tarantino oder Almodovar vorkommen, Indisch inspirierte Musikstücke, verstörende und gruselige, Lieder zum Weinen, wenn man einsam und betrunken ist, Songs, denen man nicht trauen kann und alternative Weihnachtslieder. Es wird natürlich geklärt, wer hinter Titeln wie Angie, Black Betty, Matilda oder Valerie steckt. Und Kunst und Kultur kommen ebenfalls nicht zu kurz: Neben von Gemälden inspirierte oder Songs mit Shakespeare-Bezug gibt es Lieder, die in Romanen von Haruki Murakami vorkommen. Für alle, die gerne mehr lesen, gibt es sogar ein Kapitel mit Büchern von Musikern.

Natürlich ist die Auswahl subjektiv, das gibt der Autor unumwunden zu, aber es sollte für jeden, der in den letzten Jahrzenten Pop- oder Rockmusik gehört hat, etwas dabei sein.

Der Clou: Damit alles nicht graue Theorie bleibt, kann man sich die Lieder direkt anhören. Der Autor hat eine Playlist auf Spotify angelegt und im Buch sind Codes abgedruckt, die man mit der App scannen kann.
Ich bin ja mehr ein Kassettenkind, aber es würde doch einiges länger dauern, sich die Platten/CDs herauszusuchen und einzelne Lieder auf Kassette zu kopieren. Doch auch wenn Spotify kostenlos ist, wollte ich mich nicht bei noch einer Plattform anmelden und habe mir die Lieder auf Youtube gesucht. Macht genau so viel Spaß und dabei habe ich weitere Lieder oder Künstler entdeckt, die mir gefallen.

Helgas Fazit:

Das Buch ist wunderbar zum Stöbern und ein guter Ansatzpunkt, wenn man seinen Musikgeschmack erweitern oder vertiefen möchte. Das klingt nach Arbeit, macht aber Spaß.

Im Katalog der Stadtbibliothek Herten findet ihr den Titel und ob er verfügbar ist.

„Book of Songs – Die Playlist für jede Lebenslage” von Colm Boyd ist erschienen im Verlag Prestel, ISBN 978-3-7913-8726-0
(Link zur Verlagsseite
)

Buchtipp: „Hä? Die schönsten unübersetzbaren Wörter der Welt“

©I. Schneider

Jeder kennt es: Beim gemütlichen Fernsehabend liegt die geöffnete Chipstüte auf dem Couchtisch und auf einmal ist die Tüte leer. Mal wieder ein typischer Fall von „Shemomechama“. Dieses kuriose Wort stammt aus dem Georgischen und bedeutet soviel wie „Ich habe aus Versehen alles aufgegessen, obwohl ich gar keinen Hunger hatte“.

Oder gehören Sie zu den Menschen, die „Tsondoku“ betreiben? Nein, dies ist keine neue asiatische Kampfsportart, sondern bezeichnet vielmehr den Vorgang, Bücher zu kaufen, diese dann aber ungelesen im Regal stehen zu lassen.

Diese und viele andere Sprachkuriositäten finden Sie gesammelt im Buch „Hä – Die schönsten unübersetzbaren Wörter der Welt“. Und da es auch im Deutschen einige Begriffe gibt, die nicht ohne weiteres übersetzbar sind, sind auch diese im Buch enthalten. Zum Beispiel gibt es solche Wortspezialitäten wie „Brückentag“ oder „Kopfkino“ in anderen Sprachen nicht.

Wenn Sie nun neugierig geworden sind (ganz neugierige Kinder nennt man in Russland übrigens „Pochemuchka“, wörtlich übersetzt eine „Warum-Person“) und wissen möchten, ob das Buch in der Bibliothek verfügbar ist, klicken Sie bitte hier.

„Hä? Die schönsten unübersetzbaren Wörter der Welt“ von Christian Koch ist erschienen im Goldmann Verlag, ISBN 978-3-442-15973-4 (Link zur Verlagsseite)