
Foto: Stadtbibliothek
Anfang August hat unsere Kollegin in der RaumZeit (ehemals Bistro) Bücher für den Urlaub zuhause vorgestellt. Hier sind ihre Notizen zu einem der Bücher, zum Nachlesen oder für alle, die die Veranstaltung verpasst haben.
Hark Bohm, Jahrgang 1939, bekannt als Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor, wuchs mit seinen drei Geschwistern auf Amrum auf. Sein Vater war Obersturmführer bei der SS und später Richter.
Der Roman spiegelt die Kindheit des 10jährigen Nanning und seines Freundes Herrmann wieder, die auf dieser idyllischen Insel in den letzten Tagen des 2.Weltkrieges versuchen, Nahrung für ihre Familien zu besorgen. Dazu gehört die harte Arbeit auf dem Bauernhof, sie fangen und schlachten Kaninchen (eine der brutalsten aber wahrscheinlich auch realistischsten Szenen in diesem Buch), sie treten Schollen und sammeln Vogeleier. Die Insel mit ihrem Sand, Dünen und der See wird im Gegensatz dazu in sehr detailgetreuen und wunderschönen Beschreibungen wiedergegeben. Die Mutter Nannings steht bis zuletzt zu ihrer nationalsozialistischen Gesinnung, die Tante, die auch in der Familie lebt, versucht ihre Gegenposition durchzusetzen. Nanning beobachtet das politische Geschehen auf Amrum aus seiner kindlichen Perspektive und ist verwundert, dass sein einstudierter Hitlergruß nach dem Freitod desselben von den Bewohnern der Insel nicht mehr erwidert wird.
Fazit
Dieser Coming-of-Age-Roman verbindet Inselflair mit Zeitkolorit, die großen Themen Freundschaft und Herkunft sind hier auch behandelt.
Hark Bohm/Philip Winkler: Amrum,
erschienen bei Ullstein, 2024 (ISBN: 978-3-550-20269-8),
gibt es im Bestand der Stadtbibliothek Herten als Roman oder als Hörbuch.



Andra lebt alleine in einer kleinen Wohnung. Freunde hat sie keine, vielmehr verbringt sie ihre Zeit mit lockeren Begegnungen. Und so gestaltet sie auch ihr Liebesleben. Mal geht sie mit diesem mit und vergnügt sich, am nächsten Tag weicht ihm ein anderer. Nur Mario ist schon längere Zeit in ihrem Leben und für Andra eine Art Orientierungsanker.
Emil zieht in ein barrierefreies Haus in einem anderen Stadtviertel. Dort soll er sich mit seinem Rollstuhl freier und eigenständiger bewegen können. In der kleinen Mietwohnen mit den vielen Etagen ist Emil bisher immer auf Hilfe von seinen Eltern angewiesen gewesen. Emil ist ziemlich skeptisch, als seine Eltern ihm von dem Umzug berichten. Besonders, da er seine einzige Freundin Kathi dann nicht mehr so nah bei sich hätte. Ob ihre Eltern ihr erlauben mit dem Bus quer durch die Stadt zu fahren? Aber neugierig ist er auch, denn Emil ist bei weitem nicht so ängstlich, wie seine Mutter denkt. Und so kommt es, dass Emil in seinem neuen Haus, bei der ersten passenden Gelegenheit, eine Spritztour ohne das Wissen seiner Mutter unternimmt. Dabei lernt er unter anderem Faris kennen, den er direkt zur Willkommens-Gartenparty einlädt. Dort treffen Kathi, Faris und Emil dann noch Marlene. Schnell schließen die vier Freundschaft. Dies gefällt einem Nachbarn, Herr Kalinsky, überhaupt nicht. Und irgendwie kommt er Emil und den Anderen seltsam vor, so, als ob er etwas zu verbergen hätte. Als die Freunde dann von den Einbrüchen hören, bilden sie ein Ermittlungsteam: die SokoKi.


Mit
Auch im Krimi „
Wer eine Geschichte sucht, die Spannung und Mystik miteinander vereint, sollte unbedingt die Reihe „